Altingen - St. Magnuskirche

Informationen / Links zu

Altingen - St. Magnuskirche

"Altingen wurde im Jahr 1182 erstmals schriftlich erwähnt. Um 1330 stand das Dorf zur Hälfte unter österreichischer, zur Hälfte unter württembergischer Herrschaft. Nach der Reformation wurde nur der württembergische Teil evangelisch, so dass die Häuser, die auf österreichischem Boden standen, katholisch blieben.
Die katholische Pfarrei St. Magnus in Altingen wurde 1275 erstmals erwähnt, der Kirchenheilige St. Magnus erst 1489. Die Kirche liegt inmitten eines burgartig ummauerten Kirchhofes, ihr mächtiger Ostchorturm weist vier Stockwerke und einen fast quadratischen Grundriss auf. Das Unterteil des Turmes einschließlich des Wehrgeschosses dürfte aus dem 12. Jahrhundert stammen. Im Zeitraum 1860/61 wurde die evangelische Kirche erbaut. Altingen und Reusten haben eine gemeinsame evangelische Kirchengemeinde."
Quelle: Wikipedia

Altingen gehört zur Seelsorgeeinheit Pfaffenberg zusammen mit Wurmlingen, Oberndorf, Wendelsheim, Poltringen und Ertringen. Auskunft hierüber gibt die Website der Seelsorgeeinheit. Dort auch knappe Informationen zur St. Magnuskirche.

Ausführlich, unterhaltsam und höchst informativ liest man über die Geschichte des Ortes und der Kirche im Führer "St. Magnuskirche Altingen", verfasst von Veronika von Dobrogoiski, 1997 von der Kath. Kirchengemeinde Altingen herausgegeben.
Der Führer liegt in der Kirche zum Verkauf.

Informationen auf www.kirchbau.de

siehe auch: Katalog der Wandmalereien in den Kirchen und Kapellen Baden-Württemberg’s

Informationen (Wikipedia) zu St. Magnus (von Füssen)

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Altingen - St. Magnuskirche

Blick von Südwesten

Altingen - St. Magnuskirche

Blick von Nordwesten

Altingen - St. Magnuskirche

Blick von Südosten

Altingen - St. Magnuskirche

Epitaph an der Südwand außen

Crucifix an der Südwand außen

Turmkreuz

Blick von der Empore zum Chor

Chorwand links

Hl. Christophorus mit Christuskind

Chorwand rechts

Kreuzigungsszene

Chorwand rechts

Kreuzigungsszene

Chorwand rechts

Kreuzigungsszene - Detail

Chor-Ostwand

Fresken / Hll. Katharina & Barbara Tabernakel-Stele

Chor-Ostwand

Chor-Ostwand - Fresken

Chor-Nordwand

Chor-Nordwand - Fresken

Chorbogenlaibung Nordseite unten

Tod Johannes des Täufers

Chorbogenlaibung Nordseite oben

Maria auf einem Gnadenstuhl (?)

Chorbogenlaibung Südseite unten

Martyrium der Hl. Katharina (mit dem Rad)

Chorbogenlaibung Südseite oben

Marytrium des Hl. Vitus (betend im Ölkessel)

Chorbogenlaibung Westseite oben

Zwei Engel mit dem Schweißtuch der Veronika

Chorfenster Südseite Laibung

Chorfenster Südseite Laibung rechts Detail

Chorfenster Südseite Laibung links Detail

Chor Kreuzgewölbe

Vier Kirchenväter mit den Symboltieren der vier Evangelisten

Chor Kreuzgewölbe Westfeld

Bischof Augustinus mit Cherub mit dem Stierkopf (Evangelist Lukas)

Chor Kreuzgewölbe Nordfeld

Kardinal Hieronymus mit Cherub mit Löwenkopf (Evangelist Markus)

Chor Kreuzgewölbe Ostfeld

Bischof Ambrosius mit Cherub mit Engelsgesicht (Evangelist Matthäus)

Chor Kreuzgewölbe Südfeld

Papst Gregor mit Cherub mit dem Adlerkopf (Evangelist Johannes)

Chor Ostwand

Hll. Katharina und Barbara

Chor Südwand

Hll. Petrus und Paulus

Heiligenfiguren

Zwei Leuchterengel

Maria mit Jesuskind - im Strahlenkranz

Chorbogen Crucifix

Altingen - St. Magnuskirche

Blick aus dem Chor nach Westen

Altingen - St. Magnuskirche

Altingen - St. Magnuskirche

Die alte Orgel und ihre Disposition

Manual C – f’’’ Pedal C - d' Koppeln
1. Prinzipal 8’
2. Gedeckt 8'
3. Flöte 4'
4. Oktave 2'
5. Quinte 1 1/3'
6. Subbaß 16'



Register Schalter
Volles Werk

Pedal Koppel
Supp. Koppel Manual
Subb. Koppel Manual

System
Pneumatische Kegelladen-Orgel

Informationen zur Orgel

Zunächst waren Reparaturarbeiten an der alten Orgel ins Auge gefaßt worden. Es zeigte sich jedoch bei genauerer Untersuchung, daß sich unsere Orgel in einem so schlechten Zustand befand, daß die befragten Orgelbaumeister uns den dringenden Rat gaben: "Auf lange Sicht gesehen, sollten Sie auf einen Neubau zugehen, denn die pneumatische Traktur, die Disposition und Intonation entsprechen nicht mehr den heutigen Ansprüchen, und der Zustand Ihrer Orgel ist denkbar schlecht. Sie wird nur mit viel Aufwand wiederhergestellt werden können. Die pneumatische Traktur wird aber auch nach einer Reparatur störungsanfällig bleiben ..." Hier nur einige Zitate aus den Mängelberichten: "Die Innenpfeifen aus Holz sind teilweise schon stark vom Holzwurm befallen. ...Im Spieltisch fällt die Manualklaviatur nach hinten ab, die Tasten schlagen teilweise am Holz an. Die Pedalklaviatur ist in sehr schlechtem Zustand, die Taste d' fehlt ganz. Die Lederbälgchen sind teilweise kaputt. Die Ledermembranen unter den Windladen sind auch verbraucht, so daß manche Töne ausfallen. Der Magazinbalg ist undicht; er wurde schon öfters repariert. Überhaupt ist die ganze Windanlage sehr undicht, so daß der Wind zum Spielen des vollen Werkes nicht mehr ausreicht. ... Die Pfeifenbefestigungen von Subbaß 16' und Prinzipal 8' sind ebenfalls nicht in Ordnung; die Pfeifen hängen teilweise ganz schief in der Orgel. Manche Bleirohre sind total zusammengedrückt. ... Letztendlich ist Ihre Orgel innen sehr stark verschmutzt."

Der Weg zur neuen Orgel
Der Kirchengemeinderat wählte einen Orgelausschuß, der zusammen mit dem Orgelsachverständigen der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Wolfram Rehfeldt, die Ausschreibungen für eine neue Orgel vorbereitete und dann die eingegangenen Angebote verglich und bewertete. In mehrtägigen Orgelfahrten wurden viele, gleichgroße Orgeln besichtigt, um zu einem fundierten Urteil zu kommen. Die Empfehlung des Orgelausschusses und die Entscheidung des Kirchengemeinderates fielen dann einstimmig. Mit der Firma Wiedenmann wurde eine Spitzenwerkstatt kunsthandwerklichen Orgelbaus gefunden.
Herrn Rehfeldt sind wir zu besonderem Dank für seinen fachkundigen Rat und persönlichen Einsatz bei den Orgelbesichtigungen verpflichtet. Er hat uns in allen wichtigen Fragen beraten, die Disposition der Orgel entworfen, die vier eingegangenen Angebote beurteilt und uns die Genehmigung und finanzielle Unterstützung des Bischöflichen Ordinariats verschafft.
Die Gemeinde, die sich lange mit klanglichen Notbehelfen hat begnügen müssen, besitzt nun eine Orgel, die durch die äußere Gestaltung viel Ähnlichkeit mit unserer alten Orgel besitzt, aber durch die leichtere und frischere Farbgebung architektonisch und nun auch klanglich ein Schmuckstück unserer Kirche geworden ist. Unsere neue Orgel ist ein Gemeinschaftswerk. Wir danken allen Gemeindemitgliedern sehr herzlich für die vielen Opfer und Spenden. Wir denken dabei auch an die Mitarbeiter und Besucher unserer Gemeindefeste und Bazare. Sie alle sollen wissen, daß Sie mit Ihrem Einsatz und Ihren Gaben dazu beigetragen haben, daß unsere St. Magnus-Kirche ein so wohlgelungenes Instrument besitzt, und dieses sicher über viele, viele Generationen hinweg seinen liturgischen Dienst zur Ehre Gottes tun wird.
Kirchengemeinderat St. Magnus, Altingen

Der Orgelbauer zu seinem Werk
Der Bau dieser neuen Orgel wurde weitgehend durch das vorhandene Orgelgehäuse bestimmt, das erhalten werden sollte. Das neue Orgelwerk arbeitet nach dem Prinzip der rein mechanischen Schleiflade. Der Spieltisch ist angebaut, die Untertasten der Manualklaviaturen sind mit Grenadill belegt, die Obertasten aus Palisander mit Knochen belegt. Die doppelt geschweifte, parallele Pedalklaviatur ist aus Eichenholz. Von der Spielanlage aus führt die Spieltraktur über Holzabstrakten und -winkeln über holzgelagerte Wellen zu den Tonventilen.
Die Registerzüge sind links und rechts von den Manualklaviaturen angeordnet und führen über Winkel und Schwerter zu den eichenen Windladen.
Die Orgel besitzt 2 Manualwerke sowie das Pedalwerk mit insgesamt 13 Registern und 776 Pfeifen, davon 54 in Holz.
Es war für uns eine schöne und interessante Aufgabe, dieses Instrument zu bauen. Ich danke dem daran beteiligten Personenkreis für die vertrauensvolle und reibungslose Zusammenarbeit und wünsche der katholischen Kirchengemeinde Altingen mit ihrer Orgel für viele Jahre hindurch Gotteslob, Freude und Erbauung.
Eduard Wiedenmann, Orgelbaumeister

Disposition der neuen Orgel (Klangfarben)

I. Manual, Hauptwerk C-g’’’ II. Manual, Schwellwerk C-g'" Pedalwerk, C-f
1. Koppelflöte 8’ (C-H Fichte / 20% Zinn)
2. Octave 4' (75% Zinn)
3. Waldflöte 2' (40% Zinn)
4. Larigot 1 1/3' (60% Zinn)
5. Mixtur 3f. 1’ (75% Zinn)
6. Gedeckt 8' (C-H Fichte / 20% Zinn)
7. Salicional 8' (70% Zinn)
8. Rohrflöte 4' (40% Zinn)
9. Quinte 2 2/3' (40% Zinn)
10. Terz 1 3/5' (40% Zinn)
11. Principal 2' (60% Zinn)
Tremulant auf I. und II. Manual wirkend
12. Subbaß 16' (Fichte)
13. Spitzflöte 8' (40% Zinn)

Spielhilfen: Koppeln als Tritte
II/I · I/Pedal · II/Pedal

Disposition: Domorganist Wolfram Rehfeldt, Orgelsachverständiger der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Erbauer: Orgelbau Eduard Wiedenmann,7951 Eberhardzell-Oberessendorf

Weiterführende Informationen aus den Akten der Kirchengemeinde, hier zum Download [25 KB]

Altingen - St. Magnuskirche

Orgelempore mit 5 Bildtafeln an der Brüstung

Emporenbrüstung - Bildtafeln

Erläuterung zum Schmuck der Emporenbalustrade

Diese fünf Bildtafeln schmückten früher die Kanzel und wurden erst im 20. Jahrhundert (nach Wegfall der Kanzel) hier an der Emporenbrüstung angebracht. Im Kirchenführer (Veronika v.Dobrogoiski) ist dazu zu lesen:
Im alten Kanzeldeckel hatte sich der protestantische Vikar, der 1633/34 während der Wirren des 30-jährigen Krieges hier amtierte, mit einem Text eingetragen. Den Triumph, daß danach wieder ein rechtgläubiger katholischer Priester hier einzog, gibt der lateinische Text der mittleren Gemäldetafel wider:
ITE NOVATORES DIVINI DOGMATIS ITE
SANCTIOR HANC CATHEDRAM ROMA MAGISTRA DOCET
zu deutsch:
Hinaus, ihr Neuerer des Glaubens, hinaus mit euch!
Hier auf dieser Kanzel lehrt als Meisterin das Heilige Rom

Die Heilige Familie auf dem Weg zum Tempel

Schiff Nordwand

Kreuzweg

Altingen - Impressum

St. Magnuskirche fotografiert am 05.08.2006, 03.06.2007, 14.01.2012, 20.01.2012
(c) 2012 Foto-Kunst Andreas Keller - Ehrenhalde 14, 70192 Stuttgart
Auf Kirchen-Online veröffentlicht am 25.01.2012

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