Tettnang - Loreto-Kapelle

Informationen / Links zu

Tettnang - Loreto-Kapelle

"Sie ist die Nachgestaltung des nach der Legende wunderbar ins italienische Loreto bei Ancona gekommenen Hauses Mariens von Nazareth. Die Kapelle ist in Dankbarkeit für erfahrene Hilfe im Dreißigjährigen Krieg von Gräfin Euphrosina von Waldburg Wolfegg gestiftet, der Gemahlin des Grafen Hugo des XVIII (1619-1662). Eingeweiht ist die Kapelle 1627.
1738 wurde eine Kaplanei zur Kapelle gestiftet, deren Kaplan vor allem die musikalische Erziehung der Tettnanger Jugend anempfohlen wurde.
Seit 1879 besteht bei Loreto einer der ältesten Kindergärten Württembergs, ursprünglich geleitet von franziskanische Schwestern. Wertvolle Rosenkranzmedaillons von 1630 aus Loreto schmücken heute das Kreuz der St. Galluskirche."
Quelle: Webite der Kirchgemeinde Tettnang

"Die römisch-katholische Loretokapelle in Tettnang wurde während des Dreißigjährigen Krieges zwischen 1624 und 1627 gebaut.
Loretokapellen entstanden im 17. und 18. Jahrhundert im gesamten europäischen Verbreitungsgebiet des katholischen Glaubens. Sie sind baulich der Santa Casa im italienischen Wallfahrtsort Loreto nachempfunden und Orte der Marienverehrung. Die Loretokapelle in Tettnang ist wohl die älteste in Baden-Württemberg. 1624 stiftete die Gräfin Johanna Euphrosina von Montfort, geborene von Waldburg-Wolfegg auf Grund eines Gelübdes den Bau eines Heiligen Hauses.
Die Loretokapelle Tettnang ließ Gräfin Euphrosina von Montfort 1624 erbauen. Die kleine Kirche wurde 1627 eingeweiht. 1738 wurde eine Kaplanei zur Kapelle gestiftet. 2012 wurde die Loretokapelle umfangreich saniert.
In der Mitte der Saalkirche steht über dem Altar die von einem Strahlenkranz umgebene, 140 Zentimeter hohe Madonnenfigur. Ihre reichverzierten Gewänder sollen von der Gräfin Johanna von Monfort selbst angefertigt worden sein. Ein eisernes Gitter mit zwei Türen trennt, ähnlich einer Ikonostase, den heiligsten Bezirk vom Gebetsraum. Auf dem Gitter sind die Wappen derer von Montfort und Waldburg-Wolfegg. Die Decke ist nach dem Vorbild des Heiligen Hauses in Nazareth rundgewölbt. In dem Raum herrscht ein mystisches Dunkel, denn nur von der Empore her dringen ein paar Lichtstrahlen in das Innere. Im Laufe von vier Jahrhunderten wurde die Kapelle immer wieder renoviert. Die letzte Erneuerung fand 2012 statt, dabei wurde über dem Dachwerk aus der Bauzeit ein neuer Dachstuhl errichtet. Außen ist die Kapelle von einem überdachten Umgang eingesäumt. Ein Dachreiter macht auf den sakralen Bau aufmerksam."
Quelle: Wikipedia

Bislang keine Informationen auf www.kirchbau.de

Ein kleines Buch "125 Jahre Loreto-Kindergarten, 380 Jahre Kapelle. Orte des Glaubens, der Fürsorge und Begegnung", herausgegeben von der Katholischen Kirchengemeinde Tettnang, verfasst von Roland Weiß aus dem Jahr 2004 gibt ausführlich Auskunft über die Geschichte der Kapelle (und des ihr angeschlossenen Kindergartens).
ISBN: 3-88812-196-5

Von den drei möglichen Schreibweisen Loretto, Loreto, Loretho hat sich in Tettnang das einfache t durchgesetzt. Im Ggs. z.B. zu Konstanz-Allmannsdorf (siehe dort).

a1


Außen

> Innen 

Alle Fotos sind durch Klick ins Bild 2 x vergrößerbar · Leuchttisch: Klick in ein Bild öffnet ihn und zeigt die Bilder groß


Tettnang - Loreto-Kapelle

Tettnang - Loreto-Kapelle

Tettnang - Loreto-Kapelle

Westfassade

Tettnang - Loreto-Kapelle

Umgang (Nord)

Tettnang - Loreto-Kapelle

Umgang (West) mit Aufgang zur Empore

Tettnang - Loreto-Kapelle

Tettnang - Loreto-Kapelle

Tettnang - Loreto-Kapelle

Doppelkreuz (Caravaca-Kreuz)

Tettnang - Loreto-Kapelle

Doppelkreuz (Caravaca-Kreuz)

i1


Innen

 Neuromanischer Altar, 1868 von Bildhauer Karl Reihing geschaffen. Der Altar wird dominiert von drei Rundbogennischen (die mittlere höher angelegt), die von schlanken Säulen flankiert werden. In der Mitte steht auf hohem Sockel eine 140 cm große Madonna (keine Vollfigur) aus dem 17. Jahrhundert, wobei unklar ist, ob es sich noch um die von Gräfin Euphrosina gestiftete Statue handelt.

In den Seitennischen des Altaraufbaus stehen die 100 cm hohen Figuren zweier Heiliger, die eng mit dem Rosenkranzgebet verbunden sind. So soll Dominikus laut Legende aus Mariens Hand den Rosenkranz erhalten haben. Die 1622 heilig gesprochene Theresa von Avila hat die Reformklöster der "unbeschuhten Karmeliterinnen" begründet.

Auffällig das schmiedeeiserne Gitter davor: Geziert wird es von Wappen des Stifterehepaares Hugo von Montfort und Gemahlin Euphrosina, geborene von Waldburg-Wolfegg. Das Gitter stammt wohl aus der Gründungszeit und wurde letztmals im 20. Jahrhundert neu bemalt. Es füllt die gesamte Raumbreite. Versehen ist es mit Rautenmuster und aufgesetzten ornamentalen Flachbändern, mit Engelsköpfen und Marien-Monogramm in der Mitte.

Quelle: Buch 125 Jahre Loreto-Kindergarten, 380 Jahre Kapelle. Orte des Glaubens, der Fürsorge und Begegnung"

^ Seitenanfang

Alle Fotos sind durch Klick ins Bild 2 x vergrößerbar · Leuchttisch: Klick in ein Bild öffnet ihn und zeigt die Bilder groß


Tettnang - Loreto-Kapelle

Tettnang - Loreto-Kapelle

Tettnang - Loreto-Kapelle

Tabernakel

Altar - Details

Tettnang - Loreto-Kapelle

Maria und Jesuskind

Maria und Jesuskind - Details

Schmiedeeisernes Gitter

Tettnang - Loreto-Kapelle

Blick nach Westen oben Empore mit 3 Fenstern, unten Mosaikfenster, umgeben von Rosenkranzmedaillons

Rosenkranzmedaillons - Übersicht

Die runden Holzbilder stammen aus St. Gallus, während die vormaligen Loreto-Medaillons seit 1992 das Kreuz der Stadtpfarrkirche zieren. Fünf der 15 reichen bis in die Zeit um 1630 zurück (u.a. Christi Himmelfahrt); andere bis ins 18. Jahrhundert.

Rosenkranzmedaillons

Decke

Stuckfeld mit dem Gemälde „Maria Verkündigung" (Reeb 1934). Es zeigt den Erzengel Gabriel, der Maria im Beisein des Hl. Geistes (dargestellt als Taube) das Geheimnis der Menschwerdung Christi verkündet.

Tettnang - Loreto-Kapelle

Tettnang - Loreto-Kapelle

Tettnang - Impressum

Loreto-Kapelle fotografiert am 02.04.2014
(c) 2014 Foto-Kunst Andreas Keller - Ehrenhalde 14, 70192 Stuttgart
Auf Kirchen-Online veröffentlicht am 07.05.2014

Rücksprung

zur Übersicht "Kirchen & Kapellen rund um den Bodensee"
































00002681