Friedrichshafen - St. Nikolaus

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Friedrichshafen - St. Nikolaus

"Die heutige Stadt Friedrichshafen verdankt ihren Namen König Friedrich I. von Württemberg. Von Napoleon hatter er nach der Säkularisation 1806 Kloster und Besitz der Benediktinerpropstei Hofen (Schloss, Schlosskirche und Dorf Hofen) zugesprochen bekommen. Ziemlich selbstherrlich, doch ebenso weitschauend, vereinigte er per Dekret vom 17. Juli 1811 die Stadt Buchhorn mit Dorf und Kloster Hofen und gab der neuen Stadt den Namen: „Friedrichshafen“.
Im heutigen Stadtgebiet gab es im Mittelalter einer ganzen Reihe von Kapellen.
Schon früh stand in Hofen die Pfarrkirche, die den hl. Andreas zum Patron hatte. Erstmals 1293 und dann in einer Urkunde vom 26. Mai 1325 wird am Ort, wo sich heute die Nikolauskirche erhebt eine Kirche – kirchenrechtlich eine Kapelle – erwähnt. Ab 1437 erweiterten die Bürger Buchhorns diese Kirche (Kapelle), erbauten den hochragenden Turm und einen gotischen Hochchor.
Im Dreißigjährigen Krieg war die Hofener Pfarrkirche St. Andreas völlig zerstört, deswegen wurde die Nikolauskirche nun Pfarrkirche.1689 wurde sie erweitert, und statt des gotischen Gewölbes erhielten Chor und Schiff eine Flachdecke. Im Laufe des 18. Jh. bekam die Kirche (bis auf die Turmspitze) ihre endgültige Form.
Mit allen Kunstschätzen und der gesamten Altstadt ist die Kirche den Bomben des Zweiten Weltkriegs zum Opfer gefallen und im verheerenden Feuer des 28. April 1944 verbrannt. Von der Kirche blieb nur eine ausgebrannte Ruine und mitten darin der wenige Jahre zuvor von Prof. Möhler gefertigte Tabernakel mit der Inschrift: „ich mache alles neu“.
Im August 1946 konnte mit dem Wiederaufbau der Kirche begonnen werden, deren Neueinweihung am 11.Oktober 1949 Bischof Carl Joseph Leiprecht vornahm. Seine heutige Form bekam der Innenraum 1960 unter der Leitung des Friedrichshafener Architekten Hanns B. Schlichte. 1987 erfuhr er eine Umgestaltung unter Architekt Manfred Oberschelp Friedrichshafen."
Quelle: Website der Gemeinde

Informationen auf www.kirchbau.de

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Blick von der Fähre (nach Romanshorn) aus

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Im Hintergrund der Turm von St. Petrus Canisius

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Nordwand mit Kreuzwegstationen 12-15 und Zugang zum "Raum der Stille"

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Schiff · Blick zum Chor

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Südwand mit Kreuzwegstationen 1-11

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Nordwand - 2 Bildtafeln Hl. Nikolaus

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Der Hl. Nikolaus gibt den drei amren Jungrauen eine Mitgift

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Der Hl. Nikolaus Beschützer der Seefahrer

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Hl. Nikolaus

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Blick zum Chor links Statue des Hl. Nikolaus, rechts Maria mit Jesuskind

Die drei großen Chorfenster

sind anlässlich der Kirchenrenovierung 1960 entstanden. Der Ulmer Künstler Prof. Wilhelm Geyer, wohl einer der bedeutendsten Glasmaler unseres Jahrhunderts, dessen Werke in über 100 Kirchen zu finden sind, hat sie entworfen.
Das intensive Blau der Fenster erinnert nicht nur an die Blütezeit der gotischen Glasmalerei, es symbolisiert ebenso eindrücklich den Einbruch des Himmels in unsere Welt am See. Am schönsten wird das sichtbar, wenn das Morgenlicht sie durchstrahlt.
Die Fenster haben Christus und Maria zum Thema. Das mittlere zeigt Christus. Auf ihn weist vom Himmel her die Hand des Vaters: „Dies ist mein geliebter Sohn, ihn sollt ihr hören." Die Szenen darunter nehmen Bezug auf den See und die Kirche: die Übergabe des Hirtenamts an Petrus nach der Auferstehung (Joh 21), die Beruhigung des Sturms auf dem See (Mk 4) und zuunterst der reiche Fischfang und die endgültige Berufung der Jünger „...von jetzt an wirst du Menschen fangen." (Lk 5).
Die beiden Fenster zuseiten des Mittelfensters zeigen Szenen aus dem Leben Marias. Im linken Fenster unten kommt der Kirchenpatron zu Ehren: St. Nikolaus verhilft drei armen Mädchen mit einem Batzen Gold zu einer anständigen Partie. Rechts unten ist dargestellt, wie Nikolaus um Getreide für das hungernde Volk bittet.
Quelle: Schrifttafeln (in Glasvitrinen / Kircheneingang)

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Türe im Chor Nordwand (hoch oben)

Die liturgischen Orte im Chorraum

„Siehe ich mache alles neu"
Lichtdurchflutet, weit und hoch wirkt der Chorraum, der zum ältesten Bauteil der Kirche gehört.
In wirkungsvollem Kontrast dazu stehen die drei im Rahmen der Renovierung 2011 neu gestalteten liturgischen Orte: Altar, Taufstein und Ambo, Werke des Bildhauers Hubert Kaltenmark aus Hiltensweiler bei Tettnang. Markante gestalterische Gemeinsamkeit dieser Werke ist die vom Künstler gewählte Verbindung von blaugrauem Granit mit Stahl. Als Welle ist das Metallelement jeweils in den Stein eingearbeitet. Die Welle aus dem Ambo korrespondiert mit jener im Altar. Dadurch entsteht an allen drei Orten eine Spannung, zugleich Verbindung und Trennung, die sinnbildlich für das Verhältnis zwischen uns Menschen und Gott gesehen werden kann.
Der Altar bündelt die Kräfte, die im gesamten Kirchenraum wirken. Jesus Christus ist zum Eckstein geworden und lädt zum gemeinsamen Mahl ein. Im gemeinsamen Mahl der Eucharistie feiern wir Christen, wie Gott die Gebrochenheit der Welt auf sich nimmt, sich in seinem Sohn brechen lässt und damit die Risse des Menschen und der Welt heilt.
Bei der Taufe schon wird der Mensch in eine Bewegung hineingenommen, die als tragende und verwandelnde Dynamik erlebt werden kann, die Grenzen überschreitet und innige Verbundenheit ermöglicht: Gott selbst ist es, der Grenzen überwindet und sich auf uns Menschen zubewegt.
Am Ambo wird Gottes Wort in die Welt hinein gesprochen und wirkt weiter in unserem Alltag. Mal nimmt uns Gottes Wort mit und trägt uns, mal wirkt es wie ein Stachel und provoziert. So weist die Welle über den Ambo hinaus und wird in jener im Altar weitergeführt.
Der getaufte Christ, der sich vom Wort Gottes bewegen lässt, feiert dies nicht nur im Mahl der Eucharistie, sondern gibt dieser Begeisterung auch in seinem Alltag Raum.
Der Tabernakel, 1941 von Fritz Möhler aus Schwäbisch Gmünd geschaffen, symbolisiert die schon verwandelte Welt, das himmlische Jerusalem. Er steht seit 2011 auf einer Stele des Künstlers Hubert Kaltenmark, die in ihrer Ausgestaltung mit den anderen liturgischen Orten korrespondiert. Während die Kirche im 2. Weltkrieg zu großen Teilen zerstört wurde, hat dieser Tabernakel den Feuersturm von 1944 nahezu unversehrt überstanden. Seine Inschrift ermutigt und bleibt Verheißung: „Siehe ich mache alles neu!"
Quelle: Schrifttafeln (in Glasvitrinen / Kircheneingang)

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Chorfenster von Roland Peter Litzenburger (1962) (Südwand)

Friedrichshafen - St. Nikolaus

Chorfenster von Roland Peter Litzenburger (1962) (Südwand)

Friedrichshafen - St. Nikolaus

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Blick vom Chor nach Westen zur Orgelempore

Fenster im Kirchenschiff

Die beiden seitlichen Chorfenster rechts und die Fenster im Kirchenschiff wurden 1962 von Roland Peter Litzenburger gestaltet. Sie symbolisieren ebenfalls Christus (rechte Seite) und Maria (linke Seite). Ihre Farbigkeit taucht das Kircheninnere in ein besonderes Licht und fördert zugleich die Konzentration auf den spirituellen Raum.
Quelle: Schrifttafeln (in Glasvitrinen / Kircheneingang)

Die 2 x 6 Fenster sind im Uhrzeigersinn Südwand / Altar => Orgelempore | Orgelempore => Nordwand / Altar hier in der Diashow zu sehen:

Fenster im Schiff

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Orgel von Gerald Woehl (Marburg)

Friedrichshafen - St. Nikolaus

Kreuzwegstationen

Raum der Stille

Viele Menschen sehnen sich nach Stille: Immer mehr Stress, ein an die Nerven gehender Lärmpegel und Musikberieselung von früh bis spät belasten die Seele. Abseits von Straßenlärm und Geschäftigkeit lädt der RAUM DER STILLE ein, zur Ruhe zu kommen: sich einfach mal hinsetzen, durchatmen, nachdenken. Sich für einen Augenblick ausklinken aus den Anforderungen des Alltags. Und vielleicht eine Kerze anzünden oder ein Gebet sprechen.
Der Raum ist durch die von Roland Peter Litzenburger gestaltete Glaswand „Brennender Dornbusch" in ein freundliches, warmes Licht getaucht. Künstlerisch hat er eine Geschichte umgesetzt, die im Buch Exodus aufgeschrieben ist und zu den wichtigsten der jüdisch-christlichen Bibel gehört. Gelb, orange und rot sind die Farben des Feuers; rot ist in der Liturgie auch die Farbe des Heiligen Geistes. Denn dieser kann wie Feuer die Herzen der Menschen ergreifen. Ergriffen war Mose, als er in der Wüste im „brennenden Dornbusch" seinem Gott begegnet. Im Feuer offenbart sich dieser Gott mit einem Namen, der zeigt wie dieser Gott ist: „Ich bin da". (Ex 3,14) Und Mose begreift die Botschaft.
Quelle: Schrifttafeln (in Glasvitrinen / Kircheneingang)

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Raum der Stille

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Glasfenster "Brennender Dornbusch" (mit Blitzlicht)

Friedrichshafen - St. Nikolaus

Glasfenster "Brennender Dornbusch" (ohne Blitzlicht)

Friedrichshafen - St. Nikolaus

Hl. Leopold Mandic · Josef · Antonius (Statuen an der Nordwand im Eingangsbereich)

Friedrichshafen - Impressum

St. Nikolaus fotografiert am 21.+22.+24.+26.03.2012
(c) 2012 Foto-Kunst Andreas Keller - Ehrenhalde 14, 70192 Stuttgart
Auf Kirchen-Online veröffentlicht am 17.04.2012

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