Sielmingen - Martinskirche

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Sielmingen - Martinskirche

In vorbildlicher Weise stellt die Gemeinde Sielmingen ihre Martinskirche dar: einerseits mit einem kleinen, 2006 erschienen, farbig bebilderten kleinen Kirchenführer, andererseits im Internet, wo auf der Homepage der Kirchgemeinde der kpl. Text mit allen Bildern dieser Broschüre zum Betrachten & Download angeboten wird.
Hinweise zur Kirche und ihrer Ausstattung sind dieser Schrift entnommen.

Informationen auf www.kirchbau.de

Alle Fotos sind durch Klick ins Bild 2 x vergrößerbar

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Weihestein von 1310 (Kopie)

Das älteste bauliche Zeugnis der Kirche befindet sich in der Kirchhofmauer links vom Eingang. Ein Weihestein von 1310 nennt dieses Jahr als das Jahr der Weihe der Sielminger Kirche. Von diesem Bau hat sich nichts erhalten. Der untere Teil der Inschrift stammt von 1588, vermutlich sind es die Initialen von Sielminger Bürger, die zur Renovierung der Kirchhofmauer beigetragen haben.
Bei der Sanierung der Kirchenmauer 2009 wurde eine Kopie des Inschriftensteins erstellt, die nun am ursprünglichen Platz (links vom Eingang in der Kirchenmauer) eingefügt ist. Das stark beschädigte Original ist im Kircheninnern vor Witterungseinflüssen geschützt und bleibt so für die Nachwelt erhalten.
[siehe unten]

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Schlussstein im Gewölbe des Turmraums mit der Bauinschrift des Jahres 1489

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Schlussstein mit der Bauinschrift des Jahres 1489

Vom einstigen spätgotischen Kirchenraum mit der damaligen reichen Ausstattung ist so gut wie
nichts mehr erhalten. Der heutige Raumeindruck ist geprägt von der Kassettendecke des 18.
Jahrhunderts, dem Orgelprospekt von 1832, vor allem aber durch die Umbauten der Jahre 1931,
1971 und 1981.

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Informationen zur Orgel

Zur Orgelgeschichte:
Im Jahr 1780 wurde erstmals eine Orgel in Sielmingen erwähnt. Die heutige Orgel geht auf die 1832 von den Gebrüdern Schäfer aus Wolfschlugen geschaffene Orgel zurück.
Bei der vollständigen Erneuerung und Neugestaltung der Orgel durch die Firma Peter Plum aus Marbach 1981 wurde die Orgel im Chor auf ein Podest gestellt. Sie erhielt in ihrem Mittelteil das zurück gewonnene Gehäuse von 1832. Links und rechts des alten Mittelteils wurde das Pedal und das Hauptwerk angeordnet. Es lag nahe, die Stilelemente des Gehäuses, durch eine Zäsur abgesetzt, den alten anzupassen. „So ist die Orgel für den Besucher und für den Hörer gleichermaßen eindrucksvoll, wie sie auch im Gottesdienst und im Konzert das Zusammenwirken mit Chor und Instrumenten ermöglicht."
Die 22 Register sind mit 32 elektronischen Setzkombinationen ausgestattet. Die Traktur für die zwei Manuale und Pedal ist rein mechanisch.

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Crucifix (Travertinstein) Jakob Brüllmann (1872 - 1938)

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Kanzel

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Kanzel - Adler (Verweis auf Johannes) Fritz von Grävenitz (1931)

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Stiftertafel im Innern der Kanzel

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Wandteppich - Lebensbaum (Offenb. 22,2) Hans Gottfried von Stockhausen (1973)

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Taufstein

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Taufstein - Deckel

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Blick zum Hauptportal

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Blick in den Gemeindeaaal (unter der Längsempore)

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Zwei Glasbilder (Ernst Gräser) am Turmausgang Geburt Jesu Taufe Jesu durch Johannes den Täufer

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Weihestein von 1310 Original (Beschreibung s.o.)

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St. Martin und der Bettler Holzskulptur von Fritz von Grävenitz (1931)

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Konsole Eventuell 16. Jahrhundert

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Württ. Wappen an der Kassettendecke von 1740

Wecken von Teck, Reichssturmfahne von Markgröningen, Barben von Mömpelgard, Heide von Heidenheim. Wappenschild: Württ. Hirschstangen.

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Fenster

Beim Umbau von 1931 wurden figürliche Glasfenster eingebaut. Ob die spätmittelalterliche Kirche Glasfenster hatte, ist ungewiss. Diese Fenster zeigen verschiedene Lebensstationen Jesu. Sie beginnen an der Rückwand der Kirche und verlaufen von rechts nach links. Die beiden künstlich beleuchteten Glasfenster an der Rückwand sind das Werk von Ernst Gräser (geb. 1884 in Kronstadt / Siebenbürgen, gest. 1944 in Stuttgart-Sillenbuch) aus dem Jahr 1931 und stellen die Geburt und die Taufe Jesu durch Johannes den Täufer dar.
An der Nordwand befindet sich ein Fenster Gräsers mit dem Sielminger Wappen, in der Sakristei eines mit Ähren und Weintraube.
In den gotischen Fenstern des Kirchenschiffs folgen drei Glasfenster. Sie wurden - außer der 1931 von Ernst Gräser gestalteten Auferstehung - im Jahr 1989 zum 500-jährigen Kirchenjubiläum in Auftrag gegeben. Sie stellen die Heilung des Gelähmten und die Stillung des Sturmes auf dem See Genezareth dar und sind das Werk von Anne-Dore Kunz-Saile. Diese Fenster zeigen nicht nur Szenen aus dem Leben Jesu, jedes Fenster ist auch einer Person der Dreifaltigkeit zugeordnet.

Bei der Heilung des Gelähmten (Mk. 2,1-12) erscheint im oberen Teil des Fensters die Taube als Symbol des Heiligen Geistes. In den Evangelien wird berichtet, dass Jesus dem Kranken die Sünden vergibt, ehe er ihn heilt. Die Vergebung der Sünden geschieht durch die Kraft des Heiligen Geistes. Deshalb wird der Kranke von einem Strahl, der von der Taube ausgeht, umfangen. Die Flamme neben der Taube erinnert an Pfingsten, das Fest des Heiligen Geistes. Während sich die Jünger im Tempel versammelten, erschienen an Pfingsten Flammen auf ihren Häuptern.

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Das folgende Fenster zeigt die Stillung des Sturmes (Mk. 4,35-41). Darüber das Auge im gleichschenkligen Dreieck, als Symbol für Gott Vater. Es erinnert daran, dass Gott, der die Erde geschaffen hat, Erde, Himmel, Wind und Wasser gehorchen. Der Regenbogen weist auf Gottes Versprechen nach der Sintflut hin. Das Auge steht für Gottes Gegenwart. Gott sieht alles. Für die Trinität stehen die drei gleichen Seiten des Dreiecks und die drei Strahlen, die von dem Auge ausgehen. Einer dieser Strahlen trifft Jesus, der auf seinen Vater vertrauend im Boot schläft. Die Jünger in ihrer Angst sind dagegen von einer Welle umgeben.

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Das Christus-Fenster zeigt die Auferstehung (von Ernst Gräser) und darunter ein symbolisches Kreuz (von Anne-Dore Kunz-Saile). Das Kreuz nimmt das Rot des Mantels Jesu bei der Auferstehung auf. Im Kreuz sind Nägel und die Dornenkrone zu erkennen. Um das Kreuz hängt ein Saattuch aus dem Körner fallen. Sie sind Hinweise auf die Gleichnisse vom Sämann (Mk. 4,2-9) und vom Weizenkorn (Joh. 12,24). Durch Christi Tod und Auferstehung haben alle Menschen Hoffnung auf das ewige Leben. Über dem Kreuz erscheinen sieben Flammen. Sieben Leuchter stehen in der Offenbarung um den Thron Gottes (Offb. 4,5). Die Flammen stellen auch eine Verbindung zum Fenster mit der Heilung des Gelähmten her.

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Fenster in der Sakristei mit Ähren und Weintraube

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Fenster Nordwand Sielminger Wappen

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Wappen von Sielmingen Unter silbernem (weißem) mit fünf wachsenden grünen Ähren belegten Schildhaupt in Blau eine gestürzte silberne Pflugschar zwischen zwei abgekehrten silbernen (weißen) Sicheln. Vermutlich um 1905 entstanden

Sielmingen - Impressum

Evangelische Martinskirche fotografiert am 23.04.2013
(c) 2013 Foto-Kunst Andreas Keller - Ehrenhalde 14, 70192 Stuttgart
Auf Kirchen-Online veröffentlicht am 17.07.2013

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