Freiberg a.N.-Beihingen - Amanduskirche

Informationen / Links zu

Freiberg a.N.-Beihingen - Amanduskirche
- ein bestaunenswertes Kleinod unter der Kirchen Württembergs -
sind umfänglich im Internet und in gedruckter Form zu finden.
Eine Auswahl:
Informationen auf Wikipedia
Informationen auf der Website der Kirchengemeinde ==> Amanduskirche
Informationen auf www.kirchbau.de
Informationen (Heiligenlexikon) zu Amandus von Maastricht (Namenspatron der Kirche)

In gedruckter Form:
Kleine Führung durch die Amanduskirche - Nach Pfarrer Otto Majer + (ohne Impressum)

*********************************************************************************************************************************

FALTBLATT:
EIN HERZLICHES WILLKOMMEN IN UNSERER EVANGELISCHEN AMANDUSKIRCHE IN FREIBERG (BEIHINGEN)
Nehmen Sie dieses Faltblatt und lassen sich entführen in die wunderbare Atmosphäre unserer Kirche mit all ihrem sichtbaren und unsichtbaren Reichtum.
Baugeschichte:
Erste Erwähnung einer Kirche um 844 n. Chr. (vermutlich geweiht der Hl. Maria). In der Mitte des 13. Jh. entstand ein romanischer Vorgängerbau der heutigen Kirche mit Wehrturm. Im 15. Jh. erfolgte ein gotischer Umbau. Zur heutigen Form wurde die Kirche im Jahre 1620 erweitert. Es entstand dabei eine neue Südwand und ein Treppenturm mit welscher Haube. Ab 1752 wurde das Kircheninnere mit barocken Ausmalungen und Ausstattung geschmückt.
Kirche von außen:
Von weitem schon sieht der Betrachter die auf einem Felssporn über dem alten Ortskern und dem Neckar errichtete Chorturmkirche mit dem mächtigen, aus romanischer Zeit stammenden, Wehrturm im Osten. Daran schließt sich nach Westen das eher kleine Schiff und im Süden ein Erweiterungsbau mit Renaissancegiebel und dem charakteristischen Treppenturm. Über diesen konnten die Ortsherren die Kirche durch einen separaten Eingang betreten und auf der Südempore, dem neuen Fürstenstuhl, Platz nehmen. Die Kirche steht in einem von einer hohen Mauer umfassten Kirchhof, der früher als Friedhof genutzt wurde.
Namenspatron:
Amandus von Maastricht (t 679) Schutzpatron von Flandern (Belgien). Auch Namenspatron der Stiftskirche in Bad Urach. Die Vermutung, dass der Name von dort nach Beihingen kam, ließ sich erst in jüngster Zeit nachweisen.
Zur Ruhe kommen:
Gern laden wir Sie ein, vor oder nach Ihrem Erkundungsgang durch unsere Kirche Platz zu nehmen, den Raum auf sich einwirken zu lassen und Ihren Gedanken Raum zu geben. Vielleicht spüren Sie, dass an diesem Ort seit Jahrhunderten Gottesdienst gefeiert wird, Menschen ihre Anliegen Gott vorbringen, offen sind für die Begegnung mit ihrem Schöpfer. Wenn Sie Ihren Weg jetzt fortsetzen, möchten wir Ihnen ein paar Worte mitgeben, die Sie begleiten mögen:
Der Herr sei vor dir, um dir den rechten Weg zu zeigen.
Der Herr sei neben dir, um dich in die Arme zu schließen und dich zu schützen.
Der Herr sei hinter dir, um dich zu bewahren vor der Heimtücke des Bösen.
Der Herr sei unter dir, um dich aufzufangen, wenn du fällst und dich aus der Schlinge zu ziehen.
Der Herr sei in dir, um dich zu trösten, wenn du traurig bist.
Der Herr sei um dich herum, um dich zu verteidigen, wenn andere über dich herfallen.
Der Herr sei über dir, um dich zu segnen.
So segne dich der gütige Gott.
(Irischer Segen, 5. Jahrhundert)

Auf der Rückseite dieses Faltblattes ist der Grundriss der Amanduskriche mit Erläuterungen zur Innenausstattung abgedruckt.
Eine wunderbare Orientierungshilfe.
Siehe weiter unten.

* * * * * * * * * *

Hingewiesen sei hier mit Nachdruck auf die Ausschmückung der Evangelischen Stadtkirche in Lorch, die über eine noch größere Anzahl von Bildtafeln an der Emporenbrüstung verfügt (49).

* * * * * * * * * *

siehe auch: Katalog der Wandmalereien in den Kirchen und Kapellen Baden-Württemberg’s

Alle Fotos sind durch Klick ins Bild 2 x vergrößerbar
Diashow: Klick auf die Bildnummer (zB: 7/11) hält Diashow an

Freiberg a.N.-Beihingen - Amanduskirche

Freiberg a.N.-Beihingen - Amanduskirche

Freiberg a.N.-Beihingen - Amanduskirche

Freiberg a.N.-Beihingen - Amanduskirche

Freiberg a.N.-Beihingen - Amanduskirche

Freiberg a.N.-Beihingen - Amanduskirche

Blick von der Empore hinten durch Hauptschiff zum Altar und Chor

Freiberg a.N.-Beihingen - Amanduskirche

Blick von der Empore hinten Taufstein im Vordergrund, Altar, Chor mit Orgel

Freiberg a.N.-Beihingen - Amanduskirche

Blick von der Empore hinten Taufstein im Vordergrund, Altar, Chor mit Orgel, Kanzel rechts

Freiberg a.N.-Beihingen - Amanduskirche

Chor Altar mit Crucifix vor der Orgel

Freiberg a.N.-Beihingen - Amanduskirche

Freiberg a.N.-Beihingen - Amanduskirche

Crucifix spätgotisch

Freiberg a.N.-Beihingen - Amanduskirche

Freiberg a.N.-Beihingen - Amanduskirche

Posaunenengel (Orgelprospekt)

Informationen zur Orgel

Beihingen erhält früher als umliegende Orte seine erste Orgel: 1699 erwirbt es von der Stadt Besigheim ein Orgelein um 30 Gulden. Johannes Weinmar notiert 1764 die Disposition des „ruinös und baufällig" gewordenen Instruments:
Principal 4 Fuß von Zinn
Gedact 4 Fuß von Holz
Oktav 2 Fuß von Metall
Flöte 2 Fuß von Holz
Quinta 1 1/2 Fuß von Metall
Mixtur 3fach
Weinmar (auch „Weimar" geschrieben), Orgelmacher in Bondorf bei Nagold, erhält das kleine Werk als Teilzahlung für die neue Orgel, die er 1766 erstellt. Er kann sich gegen seine Mitbewerber Johann Georg Späth und Johann David Späth (beide in Faurndau) durchsetzen. Am 22. November 1764 wird der Akkord mit Weinmar geschlossen. Die Disposition stammt vom Beihinger Schulmeister Kister, der dafür 15 Gulden erhält.

Disposition nach dem Akkord vom 22. 11. 1764
MANUAL
1. Principal von englischem Zinn 8' 120 fl
2. Viol di Gamba von englischem Zinn 8' 90 fl
3. Quinta Ton von englischem Zinn 8' 80 fl
4. Oktav von englischem Zinn 4' 60 fl
5. Waldflöt Piffara von englischem Zinn 2' 25 fl
von F anfangend
6. Mixtur 5fach von englischem Zinn 2' 40 fl
7. Groß Gedackht von Holz 8’ 25 fl
8. Klein Gedackht von Holz 4’ 18 fl
PEDAL
9. Principal-Baß von Holz 16’ 30 fl
10. Oktaven-Baß von Holz 8’ 18 fl
Ins ober Clavier oder POSITIV
11. Principal von englischem Zinn 4’ 70 fl
12. Oktav von englischem Zinn 2’ 18 fl
13. Waldflöte von englischem Zinn 2’ 25 fl
14. Quintflöte von englischem Zinn 1 1/2' 12 fl
15. Flöt quint von Holz 2’ 12 fl
16. gedackht Quint von Holz 4’ 18 fl

Zwei Zimbelsterne, jeder mit vier Glöckchen 15 fl
(Akkordklang: c e g c c)

Tremulans, das sanft schlägt und bebet, unberechnet Kupplung, sowohl zu den Ciavieren als Pedal.
Weinmar erhält für seine Arbeit 1000 Gulden, die alte Orgel und einen halben Eimer Wein. Ein Drittel des Geldes wird ihm übergeben, als er den Riß der Orgel vorlegt und eine Kaution beibringt. Aus dem Kautionsbrief vom 3. Dezember 1764 geht hervor, daß Johannes Weinmar in Bondorf 30 Morgen Feldgüter, Wohnhaus und Scheuer besitzt. Das zweite Drittel des Geldes ist auf Georgi 1765 fällig, das letzte Drittel bei Abschluß der Arbeit.

Johann Georg Benßler, Maler der Herzoglichen Porzellanmanufaktur in Ludwigsburg, vergoldet und bemalt das Gehäuse samt zwei Figuren, jede drei bis dreieinhalb Fuß hoch.

Am 28. Oktober 1766, dem örtlichen Kirchweihtag, erklingt die Orgel zum ersten Mal im Gottesdienst. 1981 restauriert Fa. Plum (Marbach am Neckar) die Weinmarsche Orgel. Helmut Völkl

Heutiger Zustand
Gehäuse: Johann Weinmar 1766
Werk: Fa. Plum 1981
Disposition: KMD Volker Lutz
21 Register, II + P

Orgel-Disposition

Hauptwerk C-g''' Positiv C-g’’’ Pedal C-f’
Prinzipal 8’
Gambe 8’
Großgedeckt 8’
Oktave 4'
Kleingedeckt 4'
Waldflöte 2'
Mixtur 5fach 2'
Gedeckt 8'
Quintade 8'
Prinzipal 4'
Rohrflöte 4'
Sesquialter 2 2/3' + 1 3/5'
Oktave 2'
Quinte 1 1/3'
Scharf 4fach 2/3'
Prinzipalbaß 16'
Subbaß 16'
Oktavbaß 8'
Gemshorn 8'
Choralbaß 4'
Posaune 8'

Normalkoppeln; Schleifladen, mechanische Traktur.

Quelle:
Helmut Völkl, Orgeln in Württemberg. Neuhausen-Stuttgart: Hänssler, 1986.
Dank an Helmut Völkl für die Genehmigung zur Übernahme auf diese Website

Fresken im Chor · Kanzeldeckel

Über der Kanzel

"Ein junger König" Christus? David? Salomo?

Grabmale

Spätgotische Kassettendecke

Auferstehungsfresko

Westwand

5 „kleine“ Propheten


Habakuk
gehört zum Zwölfprophetenbuch des jüdischen Tanach bzw. des christlichen Alten Testaments. In der Septuaginta und der Vulgata heißt er Ambakoum.
Das Buch Zefanja oder Zephania
gehört zum Zwölfprophetenbuch (Dodekapropheton) des Tanach bzw. des Alten Testaments. In der Septuaginta und der Vulgata heißt es Sophonias.
Das Buch Haggai
ist ein Prophetenbuch der Bibel und gehört zum Zwölfprophetenbuch des jüdischen Tanach bzw. des christlichen Alten Testaments.
Sacharja oder Secharja
(hebräisch ‏זְכַרְיָה בֶּן-בֶּרֶכְיָה בֶּן-עִדּוֹ הַנָּבִיא‎) heißt einer der biblischen Propheten, dessen Schriften zum Zwölfprophetenbuch des Tanach und Alten Testaments gehören. Das Buch Sacharja gehört zusammen mit den Büchern Haggai und Maleachi zu den nachexilischen Prophetenbüchern.
Maleachi
ist ein biblischer Prophet, dessen Schrift zum Zwölfprophetenbuch des Tanach bzw. des Alten Testaments gehört. In der westkirchlichen Bibel ist es das letzte Buch des Alten Testaments, in den Ostkirchen sind die kleinen Propheten – entsprechend dem Kanon der Septuaginta – vor den großen Propheten eingeordnet werden.
(Quelle: Wikipedia)

5 Propheten (Westwand Empore)

Türkrone

Südliche Empore

Fürstenstuhl mit Gittern

Südliche Empore

Emporenbrüstung Südwand · Bilderzyklus 1 · Apostel & Evangelistenbilder
01 Judas (Sohn des Jakobus) Thaddäus
02 Thomas
03 Philippus
04 Jakobus d.Ä.
05 Petrus
06 Christus
07 Andreas
08 Johannes
09 Bartholomäus
10 Jakobus (Sohn des Alphäus) d.J.
11 Simon (der Zelot)

Apostelbilder 1 - 4

Apostelbilder 5 + 6 / Christus

Christus / Apostelbilder 7 + 8

Apostelbilder 9 - 11

nb: Klick auf die Bildnummer (zB: 7/11) hält Diashow an

Apostelbilder + Christus

Emporenbrüstung Westwand 1 · Bilderzyklus 1 · Apostel & Evangelistenbilder
12 Matthias
13 Paulus
14 Matthäus
15 Markus
16 Lukas
17 Johannnes

Apostelbilder 12 + 13 / Evangelistenbild 1

Evangelistenbilder 2 - 4

Apostel- + Evangelistenbilder

Emporenbrüstung Westwand 2 · Bilderzyklus 2 · Szenen aus dem Alten Testament
18 Erschaffung der Welt
19 Sündenfall
20 Arche Noah
21 Opferung Isaaks
22 Himmelsleiter
23 Mose

Szenen aus dem Alten Testament 1 - 3

Szenen aus dem Alten Testament 4 - 6

Szenen aus dem Alten Testament

Blick auf die nördliche Empore

Beginn des Bilderzyklus Altes Testament (v.l.n.r.)

Emporenbrüstung Nordwand · Bilderzyklus 2 · Szenen aus dem Alten Testament
Emporenbrüstung Nordwand · Bilderzyklus 3 · Szenen aus dem Neuen Testament
24 Gesetzestafeln
25 ?? Speisung ??
26 Prophet mit Schlange
27 David besiet Goiliath ?
28 König Salomo ?

29 Johannes der Täufer – Verkündigung
30 Christgeburt
31 Hlg. Drei Könige
32 Taufe Jesu
33 Martin Luther (?)
34 ???
35 Der gute Hirte (?)
36 Verrat des Judas ?
37 Abendmahl
38 Kreuzigung
39 Auferstehung
40 Himmelfahrt / Pfingsten ?

41 Jüngstes Gericht
42 Dreifaltigkeit

* * * * * * * * * *

Hingewiesen sei hier mit Nachdruck auf die Ausschmückung der Evangelischen Stadtkirche in Lorch, die über eine noch größere Anzahl von Bildtafeln an der Emporenbrüstung verfügt (49).

* * * * * * * * * *

Szenen aus dem Alten Testament 7 - 9

Szenen aus dem Alten Testament 10 + 11 / NT 1

Szenen aus dem Neuen Testament 2 - 4

Szenen aus der Kirchengeschichte (?)

Szenen aus dem Neuen Testament 5 - 7

Szenen aus dem Neuen Testament 9 + 10

Szenen aus dem Alten Testament

Szenen aus dem Neuen Testament

Jüngstes Gericht

Dreieinigkeit

Freiberg a.N.-Beihingen - Impressum

Amanduskirche fotografiert am 26.06. + 07.05.2009
(c) 2011 Foto-Kunst Andreas Keller - Ehrenhalde 14, 70192 Stuttgart
Auf Kirchen-Online veröffentlicht am 21.12.2011

Rücksprung

zur Übersicht "Kirchen und Kapellen in Baden-Württemberg"
































00004486